Viele Eigentümer in Bielefeld rechnen so: Grundstücksfläche mal Bodenrichtwert gleich Grundstückswert. Bei normal großen Grundstücken passt das gut. Bei großen Grundstücken liegt man damit oft zu hoch.
Was die Bezugsfläche bedeutet
Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Bielefeld gibt die Bodenrichtwerte für Wohnbauland in der Regel für ein typisches Grundstück von 600 m² an. Diese Größe heißt Bezugsfläche oder Richtwertgrundstück. Für Grundstücke im Außenbereich liegt die Bezugsfläche bei 800 m².
Warum mehr Fläche nicht im gleichen Maß mehr Wert bedeutet
Ein Käufer zahlt für den ersten Quadratmeter Bauland mehr als für den tausendsten Quadratmeter Garten. Ist die zusätzliche Fläche nicht selbst bebaubar, wird sie bei der Bewertung meist deutlich geringer angesetzt. Ist sie dagegen als eigener Bauplatz nutzbar, kann sie viel wert sein.
Ein Beispiel aus Bielefeld
Ein Grundstück in Schildesche mit 1.000 m² in einer Zone mit 450 €/m²: Die einfache Rechnung ergibt 450.000 €. Für die ersten 600 m² ist der Ansatz von rund 270.000 € plausibel. Wie viel die weiteren 400 m² wert sind, hängt davon ab, ob man dort bauen darf, wie das Grundstück geschnitten ist und wie es erschlossen ist. Genau das klären wir bei der Bewertung vor Ort.
So gehen Sie vor
- Bodenrichtwert und Bezugsfläche Ihrer Zone abfragen: Bodenrichtwert Bielefeld
- Prüfen, ob die Mehrfläche bebaubar ist (Bebauungsplan, Bauamt der Stadt Bielefeld).
- Für einen Verkauf: kostenlose Bewertung vor Ort, bei der Zuschnitt, Lage und Haus mit einfließen.
Werte nach Stadtbezirk finden Sie hier: Bodenrichtwertkarte Bielefeld.
Von André Lümmen, Toensberg Immobilien, Bielefeld · Stand: Oktober 2026 · Persönlich sprechen: 0170 999 4444